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Weltfriedens-/Antikriegstag

Paloma de la Paz / Percy Meza / de.wikipedia.org

Der 01. September steht seit über einem halben Jahrhundert für ein Bekenntnis für den Frieden. In der DDR seit Anfang der 1950er Jahre als Weltfriedenstag gefeiert, seit 1957 auch in der Bundesrepublik als Antikriegstag begangen, sollte der 1. September an den Überfall auf Polen, den Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 und das unermessliche Leid der weit mehr als 50 Millionen Opfer erinnern. Denn egal ob Ost oder West, die Intention war die Selbe: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes und dem daraus resultierenden außenpolitischen Entspannungsgefühl verlor das Thema Frieden jedoch zunehmend an gesellschaftspolitischer Bedeutung. Stattdessen fand eine schleichende Militarisierung der Außen- und Sicherheitspolitik statt, welche 1999 dann mit einem Bundeswehreinsatz im Kosovo-Krieg endete. Spätestens jetzt konnte von: Nie wieder Krieg! keine Rede mehr sein. Doch damit nicht genug. Mittlerweile sind Deutsche Truppen auch in Afghanistan, auf dem Balkan und in Afrika im Einsatz. Daher bekennen sich Linke, Gewerkschaften und Friedensgruppen nun alljährlich am 01. September nicht mehr nur zu Frieden, sondern kämpfen, um die zahlreicher werdenden Kriegseinsätze und Rüstungsexporte endlich zu stoppen.

Doch sie kämpfen nicht nur gegen den Krieg. Sie kämpfen auch gegen Neonazis, welche den Gedenktag in den letzten Jahren verstärkt für Ihre Propaganda-Aufmärsche zu Missbrauchen versuchten. Das Verbot für einen der größten in der Bundesrepublik, der in Dortmund, wurde diese Woche vom Bundesverfassungsgericht Gott sei Dank bestätigt. Um ein Zeichen zu setzen sind jedoch auch weiterhin zahlreiche Antifaschistische Aktionen geplant.

Damit sich wieder mehr Menschen der Bedeutung und Wichtigkeit des Themas Frieden bewusst werden, ruft DIE LINKE dazu auf, sich an den vielen deutschlandweiten Aktionen, Veranstaltungen und Demonstrationen zum Weltfriedenstag zu beteiligen und damit ein Zeichen gegen den Krieg und seine verheerenden Folgen zu setzen. Wir stehen ein für ein Miteinander!

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