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Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Vom schnellen Sinneswandel des Rostocker OB

wollen nicht als "kostenfaktor" gesehen werden - die angestellten des vtr

Es war - im Wortsinn - politisches Schmierentheater, was Oberbürgermeister Roland Methling gestern Abend im Rostocker Rathaus präsentierte. Viele RostockerInnen, egal ob Kulturschaffende oder nicht, waren gekommen, um gegen die drohende Insolvenz des Volkstheaters zu protestieren.

Bis zur Bürgerschaftssitzung am Dienstagabend hatte sich OB Methling standhaft geweigert, die nötigen Mittel für die Rettung des VTR in den Haushalt einzustellen, da er "die Gefahr einer Insolvenz nicht sehe". Der Blick des OB klärte sich gestern Abend atemberaubend schnell - und auf einmal war alles möglich.

In der Tat liest sich der gestrige Beschluss recht beeindruckend: 1,3 Millionen Euro zur Sicherung der Liquidität für das laufende Haushaltsjahr, 130.000 Euro als Investitionszulage und eine Gesamtzuschusserhöhung für 2013.

Es ist zu hoffen, dass die Rostocker Bühne damit nun endlich die wohlverdiente Atempause bekommt und endlich das tun kann, was ihre Hauptaufgabe ist – Theater sein.

Zwei Mal hatte die Bürgerschaft zuvor versucht, per Beschluß die Insolvenz des VTR abzuwenden. Zwei Mal widersprach der OB. Beim dritten Mal brachte er selbst den Antrag zur Rettung ein – und machte damit die monatelangen Bemühungen der Fraktionen regelrecht lächerlich - getreu dem Motto "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern".

Mein Fraktionkollege Dr. Wolfgang Nitzsche brachte es auf den Punkt: „Der OB hat mit dem VTR Russisch Roulette gespielt“.

Dabei wäre es allerdings seine Pflicht gewesen, den KünstlerInnen und Angestellten die Pistole wegzunehmen, statt derjenige zu sein, der sie ihnen in die Hand drückt.

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