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Und aus der Ferne hört man Maschinengewehre...

Es ist schon etwas eigenartig. Ich bin das erste Mal in Israel. Zusammen mit sieben Kolleginnen und Kollegen aus dem Bundestag, bin ich auf einer Delegationsreise der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe. Eine Woche lang führen wir Gespräche zu den verschiedensten Themen. Nach der Ankunft in Tel Aviv, mitten in der Nacht von Samstag zu Sonntag, ging es mit dem Auto weiter nach Jerusalem.

Es ist schon etwas eigenartig. Ich bin das erste Mal in Israel. Zusammen mit sieben Kolleginnen und Kollegen aus dem Bundestag, bin ich auf einer Delegationsreise der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe. Eine Woche lang führen wir Gespräche zu den verschiedensten Themen. Nach der Ankunft in Tel Aviv, mitten in der Nacht von Samstag zu Sonntag, ging es mit dem Auto weiter nach Jerusalem.

Das erste, was mich beeindruckte war, wie kurz die Entfernung zwischen beiden Städten ist. Das machte mir noch einmal deutlich, wie kompakt dieses Land ist. Was man beim Blick auf die Karte rational einordnet, versteht man plötzlich ganz anders.

Am Sonntagvormittag besuchten wir die große Gedenkstätte Yad Vashem. Wir hatten eine ganz hervorragende Führung und über die Eindrücke, die ich dort gesammelt habe, werde ich vielleicht noch gesondert etwas schreiben. Danach fuhren wir zu einer großen Nicht-Regierungsorganisation. Schon auf dem Weg dorthin sah ich gelegentlich Rauchschwaden aufsteigen. Als wir zur Mittagszeit kurz Pause machten, hörte ich dann zum ersten Mal diese Geräusche. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich Maschinengewehrsalven gehört, wenn man vom Fernseher mal absieht, denn die Armee hat mich ja aus gutem Grund auch nicht bekommen. Dieses Geräusch hat mir Unbehagen bereitet und die Rauchschwaden habe ich fortan noch genauer beobachtet. Die Hubschrauber, die über die Stadt flogen, konnte ich nicht aus den Augen lassen, die Sirenen der Einsatzfahrzeuge nicht überhören.

Dennoch hat mir das alles keine Angst gemacht. Komisch ist nur, dass man weiß, ein paar hundert Meter Luftlinie entfernt wird scharf geschossen. Trotzdem führt man weiter seine Gespräche, die äußerst interessant waren und sind. In der Stadt läuft alles ganz normal. Die Sonne scheint über einer Stadt, die sich zwischen den Bergen ausbreitet und wunderschön ist. Die goldene Kuppel des Felsendoms, die Grabeskirche und die Synagogen muss man wirklich gesehen haben. Aber dann ist da auch wieder die Mauer. Die neue Mauer. Von meinem Hotelzimmer aus kann ich sie ebenso sehen, wie an vielen anderen Stellen der Stadt. Das macht ein ganz komisches Gefühl. Aber am Abend als ich mit jungen Israelis sprach sagten sie mir: Wir wollen die Mauer nicht. Wenn wir wieder Vertrauen haben, werden wir die ersten sein, die sie mit Hammer und Meißel wieder einreißen. Aber im Moment bringt sie Sicherheit und ich möchte nicht mehr Angst haben.

Szenen aus einem Konflikt, der so viele Facetten hat und so ausweglos erscheint. Gleich geht es weiter zu Gesprächen in die Knesset, das Parlament. Und während ich das hier schreibe, höre ich sie schon wieder, die Hubschrauber und die Maschinengewehre.

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