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Theaterentwicklung bis 2020 - Tod auf Raten

Zur heutigen Vorstellung der neun Modelle zur zukünftigen Theater-Struktur in Mecklenburg-Vorpommern erklärt Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN und Bundestagsabgeordneter:

 

Zur heutigen Vorstellung der neun Modelle zur zukünftigen Theater-Struktur in Mecklenburg-Vorpommern erklärt Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN und Bundestagsabgeordneter:

„In den vorgelegten Modellen finden sich auch gute Ansätze wieder. Beispielsweise die Idee, das System der FAG-Zuweisungen zu überarbeiten. Nun müssen diese Modelle in Ruhe diskutiert und bewertet werden. Doch wenn bis 2020 nichts passiert und die Zuschüsse an die Häuser nicht erhöht werden, dann ist das ein Tod auf Raten. Einige Theaterhäuser werden diesen langen Weg nicht überleben. Zu leicht macht es sich die Regierung, weil sie Kultur nur als Anhängsel und als freiwilliges Sahnehäubchen behandelt.

Seit einem Jahr sitzt die Landesregierung das Problem aus, doch nun hat sie es wohl eilig. Neun Modelle, erstellt von einer Münchner Managementberatung, werden Montag durchs Kabinett geschickt, Dienstag in einer Pressekonferenz vorgestellt und sollen Mittwoch schon im Landtag besprochen werden. Zeit zur Auseinandersetzung mit den fünf Modellen möchte Herr Brodkorb den Abgeordneten scheinbar nicht geben. Das ist kein guter Start in eine weitreichende, landesweite Debatte.“, so Bockhahn.

Ein Jahr Landesregierung,  ein Jahr Protest. 2011 bildete sich eine große Protestwelle der Kulturschaffenden, nachdem die weitreichenden Kürzungspläne des SPD-Kultusministers Brodkorb bekannt wurden. Eine Volksinitiative für den Erhalt der Theater- und Orchesterstrukturen wurde von über 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern dieses Landes unterschrieben. Anschließend legte DIE LINKE. ein eigenes Konzept vor, welches viel Unterstützung durch die Betroffenen erfuhr.

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