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Steffen Bockhahn kennenlernen

In diesem Bereich meiner Seite erfahren Sie etwas mehr über den Menschen Steffen Bockhahn: Einiges aus meinem Leben, über Dinge, die ich sonst so tue, also wenn ich gerade nicht Politik mache und einiges mehr. Sollte die Neugier danach noch nicht gestillt sein, einfach eine Mail schreiben und nachfragen.

Familie

Karl Marx meinte bekanntlich, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt. Wenn das so ist (und ich glaube, dass Marx auch da Recht hat), dann ist es ja ganz gut zu wissen, wo der Mensch herkommt, für den man sich interessiert. Darum erzähle ich hier ein wenig über Familie und Herkunft.

Ich wurde am 29. Dezember 1978 in Rostock in der Südstadtklinik geboren. Der Schnee lag damals meterhoch und Papa musste hinter einem Räumfahrzeug herfahren, um Mutti und mich im Krankenhaus zu besuchen. Wir wohnten im Rostocker Stadtteil Reutershagen in der Bernhard-Bästlein-Straße. Das war eine Zwei-Raumwohnung, in der meine große Schwester, ich, Mutti und Papa gerade genug Platz hatten. Großartig war das viele Grün in der direkten Umgebung, so dass wir oft und viel draußen gewesen sind. Das Gebäude, in dem meine Krippe war, ist heute der Sitz der Rostocker Volkssolidarität. Mein Vater arbeitete direkt nebenan in der 27. POS Matthias Thesen. Die Rostocker Handballlegende Fiete Reder arbeitete sehr oft in dem Schulgarten, in dem wir auch ein kleines Fleckchen zur privaten Nutzung bekommen hatten. Er weckte mit einigen schönen Geschichten schon früh mein Interesse am Handball. Kaum war ich zur Schule gekommen, begann ich mit dem Training. Auch wenn aus mir nie ein wirklich guter Handballer geworden ist, habe ich das Training immer geliebt und sehr ernst genommen. Ich konnte mich austoben und mit anderen zusammen am Sieg arbeiten. Wenn das kein Omen war... Mit der Familie waren wir nach Stadtmitte in die Nördliche Altstadt umgezogen, kurz bevor ich in die Schule kam.
Meine Schwester hat nach einer ganzen Zeit als Bankkauffrau beschlossen zu studieren und ist nun Volkswirtin. Da gibt es eine gewisse berufliche Nähe zur Tätigkeit meiner Frau, die geprüfte Bilanzbuchhalterin ist.

Yvonne und ich haben uns 2002 kennengelernt und knapp drei Jahre danach im April 2005 geheiratet. Seit 2009 haben wir eine kleine Tochter. Natürlich geniesse ich jede Minute mit meinen beiden Frauen und gebe mir Mühe, sie möglichst oft zu sehen.

Wenn ich Zeit für mich brauche und zum Entspannen, gehe ich gern laufen oder fahre ein paar Stunden mit dem Rennrad in der Umgebung von Rostock herum. Dabei freue ich mich immer wieder über das Glück hier leben zu können, im schönsten Bundesland der Welt. Es gibt schließlich deutlich weniger schöne Ecken in Deutschland...

Bevor unsere Tochter geboren wurde, sind wir viel in der ganzen Welt umhergereist. Die Eindrücke, die man in Ländern wie Bolivien oder der Mongolei bekommt, helfen immer wieder dabei, sich klar zu machen, was anders werden muss. Ein paar Impressionen unserer Reisen finden sich in den Galerien auf der Seite.

Bildungsweg

Nach der Krippe und dem Kindergarten, die ich beide in Reutershagen besuchte, kam ich am 1. September 1985 zur Schule, am Weltfriedenstag natürlich, so wie das damals eben war. Meine erste Schule war die 9. POS Clara Zetkin. In der dritten Klasse begann ich russisch zu lernen. Damit tat ich es meiner Schwester gleich, auch wenn sie im Gegensatz zu mir, die Sprache auch heute noch sicher benutzen kann. Neben den Hausaufgaben standen auch Arbeitsgemeinschaften im Hort auf dem Plan. Bei mir waren es die AG Knobeln, die AG Nadel und Faden sowie die AG Kochen und Backen. Davon habe ich definitiv mehr behalten, als vom Russischunterricht, auch wenn ich den sogar acht Jahre lang, bis zur 10. Klasse hatte.

Das Gymnasium

1991 gingen meine Schwester und ich gingen ins Gymnasium am Goetheplatz. Ich war an DIE linksalternative Schule der Stadt gekommen und besser ging es nicht. Protestaktionen, Partys in Abrisshäusern und anderes sind nicht zu kurz gekommen. Das konnte man von der Schule nicht so sagen. Dafür war ich sehr engagiert als Schulsprecher. Das brachte mir aber bei einigen Lehrerinnen und Lehrern eher weniger Sympathie. Andere unterstützten diesen Einsatz. Unvergessen wird mir immer Dr. Ulrich Peper bleiben. Sein Anteil an meiner Persönlichkeitsentwicklung ist kaum zu überschätzen. 
In der 10. Klasse bin ich wegen Kunsterziehung fast sitzen geblieben. Am Ende hat es dann zu einem bescheidenen Abi mit der Note 3,0 gereicht. Informatik, Sport und Musik sei Dank. Noten lesen kann ich trotzdem nicht...

Zivildienst und Volontariat

Nach dem Abi habe ich ein paar Wochen frei gehabt und flog zu den Weltfestspielen der Jugend und Studenten nach Kuba. Es waren die ersten der Nachwendezeit und sie waren großartig. Dort konnte ich lernen, dass wirklich jedes Land der Welt seine eigenen Probleme hat und keiner tauschen möchte, dass man nicht in der Mittagssonne am Strand einschlafen soll und das ich die falschen Sprachen in der Schule gelernt habe. Weder mit Russisch, noch Englisch, oder Französisch oder Schwedisch bin ich auf der Insel wirklich weiter gekommen. Aber mit Händen, Füßen und gutem Willen versteht man sich bekanntlich trotzdem.

Am 1. September begann mein Zivildient in einer Kita in Toitenwinkel. Im Zwergenhaus habe ich eine individuelle Schwerstbehindertenbetreuung gemacht. 13 Monate lang habe ich mich um ein kleines Mädchen gekümmert und natürlich auch um die anderen. Das beste war, dass ich ungeniert wieder mit Bausteinen und Puppen spielen konnte. Es war ja nur wegen der Arbeit und heute darf ich das zum Glück als Papa auch wieder!

Danach habe ich ein paar Monate Arbeitslosigkeit erlebt, die mich sehr geprägt haben. Das Gefühl nicht gebraucht zu werden, fand ich unerträglich. Ich glaube, dass ich diese Erfahrung nie vergessen werde und ich weiß, dass ich sie keinem wünsche.

Im Frühjahr 1999 begann ich ein Praktikum bei der Ostseewelle, aus dem bald ein Volontariat wurde. Ich habe Nachrichten geschrieben und gesprochen, Beiträge (damals gab es so etwas noch) produziert und moderiert. Nach einem Jahr und einem Wechsel in der Geschäftsführung verließ ich den Sender und ging zu Antenne MV. Dort setzte ich mein Volontariat fort, moderierte nicht mehr, machte dafür aber Sportübertragungen und wurde nach der Ausbildung übernommen.

Die Universität

Die Zeit beim Radio war spannend und sehr lehrreich. Aber irgendwie war das noch nicht alles. Also habe ich mich 2002 an der Universität Rostock um einen Studienplatz beworben - für Politikwissenschaften und Neuere Geschichte Europas.

Meinen B.A. habe ich 2005, parallel zu meiner ersten Bundestagskandidatur gemacht. Die Abschlussarbeit befasste sich mit den Benes-Dekreten, der Sudetendeutschen Landsmannschaft und dem Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union.

Den M.A. bekam ich ebenfalls in der Regelstudienzeit fertig. 2007 schrieb ich eine Arbeit über Entwicklungsmodelle in China. Dabei standen verschiedene Theorien der wirtschaftlichen Strukturförderung, auch am Beispiel des Drei-Schluchten-Staudamms im Fokus. Im selben Jahr fand der G8-Gipfel in Heiligendamm statt. An der Organisation der Proteste war ich nicht wenig beteiligt und am Ende des Gipfels hatte ich erst 22 der geforderten 130 Seiten. Dank meiner Frau, die mich danach im Arbeitszimmer einsperrte, ist es dann aber irgendwie noch gelungen. Abgeschlossen habe ich dann mit einer 1,2. Also knapp besser als in der Schule...

Heute lerne ich im Alltag und dem Berufsleben. Aber man weiß ja nie, was noch kommt.

»Karriereleiter«

Was ich bisher an politischen Aufgaben übernommen habe und bei welchen Aktionen ich beteiligt gewesen bin.

  • Anfang der 1990er Klassensprecher und kurz danach auch Schulsprecher, erste Gremienerfahrungen in der Schulkonferenz
  • Ab 1993 Mitglied im Rostocker KreisschülerInnenrat (mit Toni und Ramona und Erik und Dejan und Arne und vor allem auch mit Andrea), 1. Mai 1995 Eintritt in die PDS im Alter von 16 Jahren, 5 Monaten und 3 Tagen
  • 1996 Mitglied des Kreisvorstandes der PDS Rostock und Mandat als Delegierter zum Bundesparteitag
  • 1997 erster Bundesparteitag und einen Tag nach meinem Abiball Wahl in den Landesvorstand der PDS, erwartungsgemäß bekam ich das Thema Jugend zugeordnet
  • 1998 Organisation von Aktionen gegen den Aufmarsch der NPD in Rostock, u. a. Rock gegen Rechts und eine große bunte Demonstration, Mitbegründer von Bunt statt Braun
  • 2000 vorläufiger Rückzug aus dem Kreisvorstand, ein Jahr danach auch aus dem Landesvorstand, berufsbedingt
  • 2004 erste Kandidatur und Wahl in die Rostocker Bürgerschaft, Mitarbeit im Wirtschafts- und Tourismusausschuss und im Finanzausschuss, im Aufsichtsrat der Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft, im Beirat von Rostock Business, später auch im Rechnungsprüfungs- und im Hauptausschuss, Wahl zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der PDS Mecklenburg-Vorpommern
  • 2005 Kandidatur um das Direktmandat für den Deutschen Bundstag im Wahlkreis Rostock, Platz drei hinter Kleiminger und Rehberg, Fusionsbeauftragter des Landesverbandes der PDS für den Zusammenschluss mit der WASG und Wahl zum Landesparteitagsdelegierten
  • 2006 Wahl zum 1. Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden in der Fraktion DIE LINKE in der Rostocker Bürgerschaft und Wahl in das Arbeitspräsidium des Landesparteitages
  • 2007 Koordinator der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern für die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm und Wahl in den Aufsichtsrat der WIRO, im Oktober auch zum Vorsitzenden der Bürgerschaftsfraktion
  • 2008 Initiator des Bürgerbegehrens gegen den Verkauf des öffentlichen Eigentums in Rostock, Mitglied des Bundeswahlbüros der LINKEN, Nominierung als Direktkandidat im Wahlkreis Rostock für die Wahlen zum Deutschen Bundestag am 27. September 2009
  • 2009 als Spitzenkandidat der LINKEN 10,7 % der Stimmen in Rostock bei den Kommunalwahlen bekommen (mehr als die Grünen als Partei) und als Fraktionsvorsitzender bestätigt, Wahl zum Vorsitzenden des Finanzausschusses, in den Aufsichtsrat der WIRO, den Verwaltungsrat der OSPA und den Aufsichtsrat der Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft

  • 27. September 2009 Wahl in den Deutschen Bundestag als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Rostock

  • 24. Oktober 2009 Wahl zum Vorsitzenden der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern

  • 13. August 2011 Wiederwahl als Landesvorsitzender der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern
  • 5. November 2012 Rücktritt vom Amt des Landesvorsitzenden der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern

  • 22. September 2013 Das deutschlandweit fünftbeste Wahlergebnis eines LINKEN bei der Bundestagswahl - trotzdem im Wahlkreis nur Zweiter

  • 5. März 2014 Wahl zum Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport durch die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock

  • 25. Mai 2014 Bei der Kommunalwahl vereinen sich fast 14 Prozent aller Stimmen auf Steffen Bockhahn, der damit allein die drittstärkste Kraft wäre