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Steffen Bockhahn

Die Arbeit geht weiter

DiG/Plus GmbH / DiG/Plus GmbH
DIE LINKE, Linke Rostock, OB-Wahl, Rostock, Steffen Bockhahn

Fast genau ein Jahr ist es her. Am 5. Juli 2018 hat mich der Kreisvorstand meiner Partei als Kandidaten zur Wahl des Rostocker Oberbürgermeisters benannt. Seit dem wurde kontinuierlich gearbeitet. Am Ende hat es nicht gereicht. Ich gratuliere Claus Ruhe Madsen, der neues Stadtoberhaupt werden wird. Im Interesse unserer Stadt kann ich ihm nur wünschen, dass er die großen Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, auch erfüllen kann. In meiner Funktion als Senator werde ich selbstverständlich weiter mit aller Kraft für Rostock arbeiten, so wie ich es auch in den vergangenen Jahren immer getan habe.

Dieser Wahlkampf war anstrengend. Ohne Hilfe wäre das alles nicht möglich gewesen. Deswegen möchte ich mich bedanken, bei ganz vielen, die ihre Freizeit geopfert haben, Gespräche geführt, Plakate aufgehängt und abgenommen, die Flyer verteilt haben, die für die sozialen Netzwerke Inhalte produziert und die Kommentarspalten in den Augen behalten haben, die mich aufgebaut und motiviert haben, wenn die Luft mal dünner wurde, die mir Zeit verschafft haben und auf mich aufgepasst haben. Ich danke Euch und diese Dankbarkeit kann ich nicht in Worte fassen.

Am meisten tut es weh, dass viele so große Hoffnungen in mich gesetzt haben und jetzt traurig sind. Das gehört zur Demokratie dazu. Wir haben gekämpft und uns gemeinsam stark gemacht. Die Welt geht jetzt nicht unter und Claus Ruhe Madsen hat jetzt die Chance, zu zeigen, dass sich alle geirrt haben, die ihm ihre Stimme nicht gegeben haben. Unserer Stadt ist nicht geholfen, wenn ihm jetzt absichtlich Fallstricke gespannt würden. Der neue Oberbürgermeister wird das Verwalten und die Verwaltung kennen lernen müssen und dafür stehe auch ich mit meiner Erfahrung natürlich bereit, schließlich geht es um Rostock, nicht um persönliche Befindlichkeiten.

Am Ende: ein Wahlkampf ist immer hart und manch einer schießt über das Ziel hinaus. Ich nehme für mich in Anspruch, nicht mit unmäßiger Härte agiert zu haben. Das mögen andere anders beurteilen, es kann eine Geschmackssache sein. Wenn sich jemand durch mich und mein Handeln verletzt fühlt, tut mir das leid. Das war und ist nicht meine Absicht.

Ich selbst habe auch viel einstecken müssen, vielleicht hat das manchmal zu bestimmten Reaktionen beigetragen. Was teilweise an Lügen, böswilligen Unterstellungen, offenen Drohungen und stumpfen Beleidigungen verbreitet wurde, geht nicht spurlos an einem vorbei. Meine Bitte an alle ist, dass damit aufgehört wird und nicht nur bei mir. Wer beklagt, dass die Menschen im Umgang immer ignoranter werden, der muss auf Sprache achten. Sprache schafft Bewusstsein und wenn die Anonymität sozialer Netzwerke dazu führt, dass Derartiges normal wird, dann sinkt auch die Schamgrenze in der realen Welt weiter. Daran kann niemand Interesse haben.

Meine Ärmel bleiben hoch gekrempelt und die Arbeit geht weiter. Außerdem muss ich einen kleinen Trainingsrückstand aufholen. Am 3. August steht der Marathon in Rostock an.

Eurer und Ihr Steffen Bockhahn