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Die Neuen im Karl Liebknecht-Haus

Es ist unmöglich an dem vorbei zu kommen was am letzten Wochenende in Göttingen auf dem Bundesparteitag der Linken geschah. Ich war nicht vor Ort, aber in den letzten Tagen ist in meinem Umfeld viel über die Ergebnisse und Vorgänge auf dem BPT geredet und geschrieben worden. Viele Deutungen sind erfolgt und insgesamt herrscht eine gespannte Stimmung auf das was kommt vor.
Mir geht es in diesem Zusammenhang wie vielen Genossen in meinem Umfeld: Ich erwarte viel von unseren neuen Bundesvorsitzenden, namentlich von der Genossin Kipping und dem Genossen Riexinger.
Was ich erwarte ist diffus und unscharf. Mit diesen Vorstellungen bin ich sicher nicht allein, aber ich hoffe dass beide ihre Chance bekommen und sie nutzen das böse Blut innerhalb der Partei in den nächsten zwei Jahren zu verdünnen. Ich glaube, ich erwarte Sacharbeit und moderne Konzepte abseits von Infoständen und Unterschriftensammlungen.
Wie und was die beiden Genossen machen wollen ist mir nicht klar, aber ich hoffe die beiden haben da mehr Ideen zu dem Thema. Sonst könnte der vierte Bundesparteitag in zwei Jahren eine SEHR unangenehme Veranstaltung werden in der Abrechnungen erfolgen, die besser nicht gemacht werden.
An dieser Stelle die Frage: Wer sind die beiden Hoffnungsträger? Katja Kipping ist viel in den sozialen Bewegungen unterwegs. Nebenbei hörte ich, dass sie mit einigen Mitgliedern der Grünen und Genossen der SPD einen Thinktank aufgebaut hat, der eine solidarische Moderne denken soll. Außerparlamentarisch, parteiübergreifend und solidarisch finde ich ja schon chic. Nebenbei steht sie für die Einführung des Grundeinkommens, dass es leider nicht in das Erfurter Programm geschafft hat. Das Konzept finde ich sogar sehr chic, denn diese Idee begeistert mich schon ein wenig.
Der Genosse Riexinger ist Gewerkschafter. Der Mann war an der Organisation von Großdemos beteiligt und soll auch im Umfeld sozialer Bewegungen unterwegs sein. Bundespolitisch sind seine Erfahrungen nicht so ausgeprägt, aber man kann ja lernen und wachsen. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie er sich macht und werde auch verstärkt auf das lauschen, was die Mitarbeiter im Karl Liebknecht Haus so von sich geben, wenn es um das Zwischenmenschliche geht.
Also schlicht die Frage ob die beiden gute Chefs und sympathische Zeitgenossen sind. Wie ich bereits mehrfach sagte: Ich bin sehr gespannt und wünsche den beiden Genossen Glück!
Gebloggt hat heute "Baschtel" aus dem Rostocker Büro
