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Orange Populisten - Wie Piraten entern (wollen)

Populisten gab es schon immer. Sie kommen und gehen, in Ost-, West- und Zentraleuropa. Doch das Phänomen bleibt das Gleiche.
So nutzt auch die Piratenpartei die Unzufriedenheit der Gesellschaft mit den etablierten politischen Akteuren und Strukturen. Doch sie nutzt den Unmut nicht nur, sie schürt ihn auch. Die Piraten profitieren als neuer Konkurrent um Macht und Einfluss von der Wut, der Einsamkeit und dem Unverständnis der Bürgerinnen. Doch haben sie selbst schon verstanden, dass sie Teil des Systems werden, bzw. werden wollen?
"Dagegen" sind genug! Die Menschen suchen Antworten. Die Piraten erscheinen als Alternative, doch sobald die Medien ihren neuen Liebling genug hofiert haben, sitzen die Orangen in den Parlamenten. Dann sind sie Teil des Systems, umgeben von Gesetzen, Richtlinien, demokratischen Grenzen, Interessenverbänden und Bürgerinnen mit Wünschen. Dann erleben sie die Realität der komplexen Problemlagen, die die etablierten Parteien seit Jahrzehnten zu lösen versuchen.
Zudem fehlt der jungen Partei eine interne Entwicklung, die sie natürlich noch gar nicht haben kann: Der Streit um Themen, Personal und die grundsätzliche Ausrichtung der eigenen Politik. Die Grünen mussten ihre Gräben durchschreiten, DIE LINKE steht in ihren gerade drin. So ist es nicht verwunderlich, dass die Piraten aufgrund ihrer inhaltlichen Unschärfe auch Stimmen bei den Rechten ziehen.
Schauen wir auf den Weg der Piraten und beobachten wir, inwieweit sie der Verantwortung gerecht werden können die sie einfordern! Wir bleiben ruhig und beackern weiter unsere Felder, die wir seit Jahren bestellen, auch wenn andere die Früchte ernten :-).
